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Ohne Auto auf dem Land

Präsentations-Bericht „Mobilitätsalternativen Älterer im ländlichen Raum im Land Brandenburg“ erschienen.

Ältere Menschen sind mit zunehmendem Alter für Daseinsvorsorge und Nahversorgung häufig auf den ÖPNV oder Mitnahmeverkehre angewiesen, wenn sie selbst keinen eigenen Pkw mehr führen wollen oder können. Dieser Thematik hat sich nun eine im Auftrag des ADAC Berlin-Brandenburg e.V. durchgeführte Studie des IGES Instituts Berlin gewidmet. In dem Präsentations-Bericht „Mobilitätsalternativen Älterer im ländlichen Raum im Land Brandenburg“ (März 2016) werden die Ergebnisse anschaulich und prägnant abgebildet.

Einige ausgewählte Ergebnisse: Der Anteil der älteren Personen, die in der Studie als Menschen mit einem Alter ab 55 Jahren definiert werden, beträgt in Brandenburg bereits heute 39%. Ländliche Räume mit weniger als 150 Einwohnern (EW) pro km² nehmen ca. 88% der brandenburgischen Fläche ein. Zum Vergleich: Im BMVI-Modellvorhaben variiert die Einwohnerdichte zwischen 39 und knapp 200 EW/km². Das Auto spielt laut der Umfrageergebnisse eine wichtige Rolle in der Alltagsmobilität der älteren Menschen in Brandenburg. Zwar nimmt die Nutzung mit zunehmendem Alter ab und die Zahl der Mitfahrer bzw. ÖV-Nutzer steigt, doch fährt z.B. fast die Hälfte (47%) der 65-74-Jährigen im Sommer noch mit dem Pkw zum Einkauf. In der Gruppe der über 74-Jährigen sind es nur noch ca. 15%. In der Umfrage, bei der gut 1.000 Personen zwischen 55 und 91 Jahren telefonisch befragt wurden, werden als die drei häufigsten Umstände, unter denen das Autofahren aufgegeben wird genannt: „Wenn ich mich selbst nicht mehr sicher fühle“, „Wenn mir der Arzt davon abrät“ und „Wenn ich aufgrund von gesundheitlichen Problemen beim Fahren Schwierigkeiten habe“. Interessante Ergebnisse der Studie liefern auch die Fragen zu Mitnahmeverkehren und der Erreichbarkeit von Haltestellen des ÖPNV differenziert nach drei Altersklassen.